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Alles über Schuhgrößen (Teil 1): Allgemeines

Beim bloggen ist es wie im richtigen Leben: Man soll die wichtigen Sachen zuerst machen. Und was wäre für einen Herrenschuhe-Online-Shop wichtiger als alles dafür getan zu haben, dass unsere Kunden möglichst treffsicher die richtige Größe finden? Darum steht diese Woche voll und ganz im Zeichen der Schuhgrößen. In diesem ersten Teil werden wir ein bisschen die Grundlagen der Schuhgrößen-Geschichte beleuchten.
Leider ist es bei Schuhen nicht immer einfach, die passende Größe zu finden: Das Elend fängt schon damit an, dass nicht nur von Mensch zu Mensch verschiedene Fußgrößen und -formen zu finden sind, sondern dass jeder einzelne Mensch zwei mehr oder weniger deutlich verschiedene Füße hat.
Mithilfe von Schuhgrößen versucht die Schuhbranche, einen idealen Ausgleich aus Kundeninteresse und wirtschaftlich sinnvoller Produktion zu schaffen. Aus Kundensicht wäre ein möglichst genau auf den eigenen Fuß zugeschnittener Schuh das Optimum, der Hersteller und wir Händler würden uns wünschen, dass es nur eine einzige Größe gäbe – und was zu groß ist wird abgeschnitten und zugetackert. Aber so funktioniert es eben nicht.

Um den Spagat zwischen den Wünschen und Möglichkeiten hinzubekommen, existieren heute eine Vielzahl an verschiedenen Maßsystemen, die allesamt verschiedene Vor- und Nachteile aufweisen.
Um sich der Welt der der Schuhmaßsysteme zu nähern, ist es sinnvoll, einen Blick in die Geschichte zu werfen: Woher kommen Schuhgrößen eigentlich?
Vor der industriellen Fertigung von Schuhen herrschte (mehr oder weniger) das Paradies für Schuhkäufer: Alle Schuhe waren (mehr oder weniger) maßgefertigte Modelle. Auch damals wurden bereits „Stiche“ gezählt, sie dienten aber vor allem der Berechnung des Kaufpreises: Je mehr Stiche nötig waren, desto teurer das Schuhwerk.
Irgendwann kamen die klugen Schuster dann auf den Gedanken, Schuhe auf Vorrat zu produzieren. Damit das möglichst gut klappt, waren die ersten Größensysteme notwendig. Der Sage nach hat als erster König Eduard II. von England im Jahre 1324 als erster ein einheitliches Längenmaß eingeführt: Ein Zoll sei drei Gerstenkörner lang, sprach the King, was später auf rund 25,4 mm festgelegt wurde. Ein Korn wurde in der Folge als der Größenabstand von einer Schuhgröße zur anderen eingeführt. Der Abstand zwischen zwei Größen im englischen Größensystem liegt also bei knapp 8,5 mm.
Was bringt es?
Über die Jahrhunderte wurden mehr und mehr verschiedene, mal feinere, mal gröbere Schuhgrößen-Systeme eingeführt. Je enger die Millimeter-Abstufungen zwischen den Größen sind, desto mehr Größen gibt es insgesamt und desto genauer kann der Schuh angepasst werden. In der Theorie ist das alles wunderbar, aber das Problem, vor dem wir heute stehen, lässt sich mit einem Satz beschrieben: Schuhgrößen sind nicht genormt.
Das hat sicher schon jeder einmal erlebt: Beim einen Hersteller trägt man Größe 43, beim anderen 42 und beim nächsten wieder 44. Warum das so ist, wie die Größentabellen aufgebaut sind und wie man bei Herrenschuhen richtig vorgeht – das alles folgt in der nächsten Episode von „Alles über Schuhgrößen“.

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