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Qualitätsmerkmale von Herrenschuhen (1): Innenfutter

Warum kosten die einen Männerschuhe 60 Euro und ein anderes Paar vielleicht 200? Diese Frage hat sich sicher schon jeder einmal gestellt, insbesondere dann, wenn auf den ersten Blick kein wirklich wesentlicher Unterschied zu erkennen ist.

In loser Reihenfolge wollen wir hier einmal darstellen, was alles den Unterschied ausmachen kann, was wirklich in der Herstellung Geld kostet, was etwas bringt und was nur schöner Schein aber kein Sein ist. Dabei werden wir uns keineswegs nur auf klassische Lederschuhe beschränken, sondern alle Spielarten von Herrenschuhen unter die Lupe nehmen, vom Sneaker bis eben zum Businessschuh. Es geht hier also weniger um den maßgeschneiderten, exklusiven 400-Euro-aufwärts-Herrenschuh, sondern um die Schuhe, die im Alltag die Hauptgruppe an Herrenschuhen darstellen.

Beginnen wir mit einem Schuhelement, das man die meiste Zeit gar nicht sehen kann, das allerdings einen wesentlichen Einfluss auf das Tragegefühl hat: Das Innenfutter.

Den meisten Männern ist klar, dass ein Lederfutter für höhere Qualität und längere Haltbarkeit steht als ein beliebiges Stofffutter, womöglich gar aus Kunststofffasern. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Innenfutter-Varianten sind dabei bemerkenswert groß. Zunächst einmal sei darauf hingewiesen, dass Stofffutter nicht per se böse sind. Mitunter sind sie sogar bequemer zu tragen als ledergefütterte Schuhe und auch die heutzutage eingesetzten Materialien sind oft genug auf diesen Einsatzzweck zugeschnitten – mit der entsprechenden Haltbarkeit. Je nach Aufbau des Herrenschuhs können sie aber dazu führen, dass durch fehlende Luftzufuhr und lange Tragezeit der ganz normale Schweiß zum (Geruchs-)Problem wird. Das gilt im Prinzip genauso für Lederfutter, aber in geringerem Maße.

Innenfutter_Blog

Daher sind und bleiben Lederfutter die immer noch bevorzugte Variante bei Männerschuhen. Doch auch hier gibt es einige Unterschiede zu beachten beim Schuhkauf: Da das Innenfutter geringeren Belastungen ausgesetzt ist als das Oberleder, werden gerne auch weniger hochwertige Leder eingesetzt. Die Spannbreite reicht vom papierdünnen Lederimitat über eher billige Spaltleder bis zum genauso hochwertigen Leder wie außen. Dünne Lederfutter stehen eher für günstiges Leder, weiches sattes Leder für höherwertige Varianten. Letztlich ist der Preis der Schuhe hier auch ein (in Grenzen) guter Indikator für das, was man bekommt.Bei ledergefütterten Schuhen lohnt es sich gelegentlich darauf zu achten, ob das Lederfutter durchgehend bis zu den Zehen reicht oder im Halbdunkel des Schuhs der Übergang zum Textilfutter erfolgt. Dies ist auch nicht unbedingt eine schlechte Lösung, aber ganz klar ein Kostenfaktor.

Abschließend sei angemerkt, dass durch moderne Materialien bei anständigen Herrenschuhen auch die Schadstoffbelastung kein Thema mehr sein sollte. Wir bei Soleman.de achten schon beim Einkauf darauf, das wir nur Hersteller berücksichtigen, die in diesen Dingen sorgfältig arbeiten. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu einem hochwertigen Herrenschuh, dessen Innenfutter aus vegetabil gegerbten Ledern besteht. Das ist die für den Fuß gesündeste Variante. Gerade durch den direkten Kontakt von Fuß mit Schuh und die mitunter lange Tragezeit lohnt es sich, zu den etwas hochwertigeren Modellen zu greifen.

Und ganz zum Abschluß: Als „Generation Sneaker“ sind wir oft nicht mehr vertraut mit dem Tragegefühl, das ein ledergefütterter Herrenschuh bieten kann. Wenigstens ein Paar im eigenen Schuhschrank sollte dieses Feature mitbringen. Wer den Unterschied spüren kann, zeigt in meinen Augen ein Verständnis von Schuhkultur.

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